Blaues Haus
Breisach am Rhein
Das Blaue Haus
Das Blaue Haus Breisach ist das ehemalige jüdische Gemeindehaus. Seit 2003 ist es eine Gedenk- und Bildungsstätte für die Geschichte der Juden am Oberrhein.
Die Geschichte des Gebäudes geht zurück ins 14. Jahrhundert und ist vielfältig: Gastwirtschaft in der „Judengasse“, Schule für jüdische Kinder, Gemeindehaus und Wohnung für die Familien der Kantoren. In einem kleinen Museum werden die Menschen lebendig, die vor 1931 in diesem Haus und im jüdischen Viertel gelebt haben, im Mittelpunkt steht die vierköpfige Familie Eisemann.
Nach der Zerstörung der Synagoge im November 1938 richtete die verfolgte Gemeinde hier einen Betsaal ein. Die Namen ihrer Mitglieder von 1933 sind seit dem Abschluss der Restaurierung 2003 im „Gang der Erinnerung“ festgehalten. Mit den jüdischen Familien weltweit wird an der Dokumentation ihrer Schicksale gearbeitet, die so „aus dem Exil zurückkehren“.
Kontakt
Adresse
Rheintorstraße 3
(ehemalige Judengasse)
79206 Breisach
info@blaueshausbreisach.de
Information und Buchung
Dr. Christiane Walesch-Schneller
und Dr. Gabriele Valeska Wilczek
Tel. 07667 911374
Allgemeine Öffnungszeiten
Blaues Haus & Bibliothek
mittwochs & sonntags 14–17 Uhr
Führungen und weitere Besuche nach Vereinbarung
Träger der Einrichtung
Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus Breisach e.V.
Offizielle Homepages
Imagefilm
Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg, 2024
Bildungsangebote
- Führungen
- Workshops
- Projekttage
Dauerausstellungen:
Jüdisches Leben in Breisach 1931
NEU! Seit Ende Juni 2026: Offenes Archiv der Künstlerin Sigrid Sigurdsson
Partnerprojekt
Geschichtswerkstatt „Zwangsschule für jüdische Kinder in Freiburg, 1936 – 1940“
Von 1936 bis 1940 existierte in Freiburg die Zwangsschule für jüdische Kinder. Zwei Jahre lang waren über 60 SchülerInnen, darunter neun aus Breisach, in zwei Räumen der heutigen Lessing-Förderschule untergebracht, später im ehemaligen jüdischen Gemeindehaus neben der abgebrannten Synagoge.
Der Kurzfilm „!! GERETTET !!“ (8 min, 2021) zeigt die Erinnerungsarbeit von Schüler*innen und Lehrer*innen in der Geschichtswerkstatt der Lessing-Realschule, die seit 2001 besteht.
Besuchsmöglichkeiten in der Nähe
- Jüdischer Friedhof Mackenheim/Elsass
- Ehemaliges jüdisches Viertel
- Alter und Neuer Synagogenplatz
Publikationen
Blaues Haus Breisach (Hg.): Mickey im Lager Gurs. Der Comic von Horst Rosenthal (1915-1942), Frankfurt 2025.
Handbuch „Spurensuche Gurs zu den Deportationen der Badischen Jüdinnen und Juden am Beispiel Breisach. Breisach – Gurs – Auschwitz 1940–1942." Ein Forschungsprojekt des Blauen Haus Breisach im Rahmen der Bundesförderung Jugend Erinnert (2022).
Hans David Blum: Juden in Breisach, hrsg. von Erhard Roy Wiehn, Konstanz 1998.
Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus (Hrsg.): Näher als es scheint. Tänze für das Blaue Haus. Fotografien von Ari Nahor, Freiburg 2006.
Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus (Hrsg.): Blaue Hefte 1: Die Synagoge brennt, Freiburg 2010. (vergriffen) Download hier.
Förderverein Ehemaliges Jüdisches Gemeindehaus (Hrsg.): Blaue Hefte 2: Bald wird der Winter vorüber sein. Günter Boll 1940–2012, Freiburg 2017.
Videocast „Spurensuche Gurs“ (YouTube-Kanal Blaues Haus).